Qui vit encore

Qui vit encore

Tief bewegend und von stiller Wucht – ein eindringlicher Film über Verlust inmitten der humanitären Katastrophe – und darüber, Identität in düsteren Zeiten zu bewahren.

Eine Kreidekarte, skizzenhaft gezeichnet, die Umrisse von Gaza und nichts als Worte: Neun palästinensische Geflüchtete erzählen vom Leben im Gazastreifen vor dem Krieg und vor der Flucht aus der Hölle. Sie sprechen über ihre tiefe Verbundenheit mit der Heimat Gaza, der Familie und den Freunden. 

Ihr früheres Leben liegt in Schutt und Asche. Indem die Geflüchteten das Erlebte im Gespräch teilen, finden sie zu sich selbst und ins Leben zurück. Sie sind keine Geister mehr.

QUI VIT ENCORE ist ein Film wie kein anderer: intim, menschlich und universell. Er erzählt die Geschichte von Gaza durch diejenigen, die seine Zukunft aufbauten: Unternehmerinnen und Unternehmer, ein Musiker, eine Ärztin und eine Influencerin. Durch ihre Augen entdecken wir eine Realität, die auf der Leinwand nur selten gezeigt wird, fernab der Bilder aus den Nachrichten, geprägt von Widerstandskraft, Kreativität und Hoffnung.

Dieser tief humanistische Film, der seine internationale Premiere in der renommierten Sektion Giornate degli Autori in Venedig feierte, hat große emotionale Resonanz ausgelöst und den Preis The Cinema & Arts 2025 gewonnen. Auch auf der Mostra Internacional del Cinema de São Paulo wurde der Film – für seine erzählerische Kraft und seine gesellschaftliche Relevanz – gewürdigt. 

Promotionspartner:innen

Amnesty International SwitzerlandMédecins du Monde | Rencontres Cinématographiques Palestine | Décroissance Alternatives | Collective Fribourg PalestineGlobal Movement to Gaza | Palestine Filmer C’est Exister

Lesbian Space Princess

Lesbian Space Princess

Die introvertierte Prinzessin Saira, Tochter der lesbischen Königinnen des Planeten Clitopolis, ist am Boden zerstört: Ihre Freundin, die Kopfgeldjägerin Kiki, hat mit ihr Schluss gemacht! Saira sei einfach zu langweilig, sagt sie. Dabei hat sie ihr ein so schönes Beziehungsalbum gebastelt! Doch als Kiki von den Straight White Maliens, den Incels der Zukunft, entführt wird, muss Saira den Safe Space des queeren Weltraums verlassen und binnen 24 Stunden das Lösegeld überbringen: die königliche Labrys – eine goldene Doppelaxt von schier unglaublicher lesbischer Macht. Das einzige Problem… Saira hat sie nicht!

Umwerfend witzig, knallbunt und euphorisch, kompromisslos queer: Der erste Spielfilm des australischen Regie-Duos Leela Varghese und Emma Hough Hobbs ist ein mitreißender intergalaktischer Selbstfindungstrip mit Lust auf Krawall und ganz großem Herzen, irgendwo zwischen wilder Sci-fi-Musical-Komödie und heilsamer Coming-of-Age-Abenteuerreise. Dafür gab es auf der Berlinale 2025 den Teddy-Award und den 2. Platz beim Panorama-Publikumspreis. Ein riesiger Spass, finden wir.

La Beauté de l’Âne

La Beauté de l’Âne

Die Filmemacherin Dea Gjinovci und ihr Vater, der seit sechzig Jahren im Exil in Genf lebt, kehren in sein Heimatdorf Makermal im Kosovo zurück. Das Dorf wurde im Krieg zerstört, und das Einzige, was blieb, sind die Erzählungen der noch lebenden Dorfbewohner. Es ist eine Gemeinschaft der Resilienz, und so ist auch ihre Geschichte. 

In der tief berührenden Doku-Fiction begibt sich die Filmemacherin gemeinsam mit diesen Menschen und ihrem Vater auf eine Spurensuche in die Vergangenheit. Zusammen lassen sie die Erinnerungen des Vaters aus seiner Kindheit, dem Kosovo der 1950er-Jahre, wieder aufleben. Sie enthüllen Erschütterndes, erinnern sich an Alltägliches und vieles bleibt unbeantwortet, beispielsweise das mysteriöse Verschwinden der Großmutter. 

Dea Gjinovci zeigt mit ihrem herzbewegenden Film, wie wichtig es ist, Geschichte aufzuarbeiten.

Promotionsparterschaften

LAPSH-LEPA Genève | Albanian student organisation Geneva | AEAUL – Albanian students from Lausanne | ANEA – Albanian students from Neuchâtel | Kino Kosova